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Das dritte Bändchen

Vorwort

Préface

Deutscher Originaltext

Kriegsjahre 1939/45. Inmitten der weltweiten Wirren erscheint
die Schweiz wie eine kleine Insel. Sie wird vor den schrecklichsten Ereignissen verschont. Und doch wird die Bevölkerung gefordert. Die wehrfähigen Männer stehen an der Grenze, bauen
Befestigungen und sind zwischendurch wieder in Handel und
Gewerbe, in Industrie und Landwirtschaft im harten Einsatz.

Einer dieser wackeren Männer bearbeitet nach langem
Grenzdienst auf dem Simplon mit seiner jungen Frau Rösi auf
dem Bühl, auf 1200 m. das väterliche Bergbauernheimwesen.
Trotz Gebirgslage werden nebst Vieh- und Graswirtschaft große
Kartoffel- und Getreideäcker kultiviert. Zwischendurch wird das
spärliche Einkommen durch Mitarbeit an der Ausbeutung eines
Torfhochmoores etwas aufpoliert.

Doch nicht nur harte Arbeit prägt den jungen Bergbauern Hans.
Obwohl er seine ganze Schulzeit im alten Elsigbach-Schulhaus,
1300 m. verbrachte, und die Gelegenheit zum Besuch einer höheren Schule nicht vorhanden war, sitzt er dennoch nicht hinter
dem Mond! Der mit großer Hingabe unterrichtende alte Schulmeister Peter Schranz vermittelt eine sehr gut fundierte Grundlage eines breiten Allgemeinwissens. Und hierauf wird nach
Schulentlassung neben der harten Arbeit aufgebaut. Der strebsame Bauer befasst sich mit vielschichtiger Literatur, eignet sich
ansehnliche Kenntnisse in französischer-, italienischer-, englischer und auch in russischer Sprache an. Zusätzlich versucht er
sich in der edlen Kunst des Dichtens.

Aber nicht nur harte Arbeit an sich selbst, auf seinem väterlichen
Heimwesen und auf der Grenzwacht prägen den jungen Bergler.
Er liebt seine Violine, Bach und Händel, er liebt seine Heimat,
die rauhe Gebirgswelt, aber er liebt vorallem den grossen Schöpfer. Er liebt Jesus Christus als seinen persönlichen Heiland, Er-

retter, Erlöser und Herrn. Mit seiner Stimme preist er in Chor und
Gemeinde den grossen Herrn.

Und wieder einmal kommt der rüstige Bauer den weiten Weg ins
Tal um dort unten im Dorfe Frutigen abends im Chor die schönen Lieder zu üben. Eines dieser Lieder trägt den Titel »Ach, wie
schnell vergeht die Erdenzeit!«. - Wer würde denken, dass sich
dieses Lied so rasch und so drastisch bewahrheiten würde?

Nicht alle Fragen finden während unseres kurzen Lebens eine
Antwort. Wir wissen jedoch, dass der Herr nie einen Irrtum begeht. Seine Pläne und Wege sind sehr hoch und jede Einzelheit
derselben hat ihren bestimmten Stellenwert für die Ewigkeit. So
werden wir auch in Gedanken an den so außerordentlich unerwarteten Heimgang meines Onkels Hans Trachsel, wie auch im
Blick auf ungezählte und ungeklärte Rätsel unter den Lesern
dieses Bändchen einmal droben staunen und anbetend ausrufen: Herr, du hast alles wohl gemacht!

Hier folgen nun noch die restlichen Lieder und Gedichte die Hans

Trachsel verfasst hat. Möge es der Herr schenken, dass auch
dieses Gedichtbändchen für viele zu großem Segen werden kann.

Frutigen, im Frühling 2004 Walter Trachsel

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