046
Deutscher Originaltext
Es wartet ganz einsam mein wachender Geist
Und steht an der letztlichen Pfort des Bewusstseins.
Es winken schon längstens vom Schattenlande her
Die lichten Gestalten, um mich zu umfahn;
Doch grimmig behaltet mein Geist mich zurück.
Gefesselt, geknebelt, so muss ich da warten,
Die Zeiten, sie wandern so unendlich langsam.
Minuten, sie gleichen den Stunden am Tag.
Der fröhliche rauschende Brunnen am Tor,
Das Rauschen der Bäume bringt mich zur Verzweiflung.
Und höhnische Nacht schauet grinsend mich an. —
Doch endlich erscheint die Erlösung:
Der Schlaf löst die Seile vom haltenden Land
Und nimmt mich im Taumland gefangen.
Anhören
Écouter · Français